Solaranlage

Nachgefragt bei Kirchenvorstand Dominik Reinecke

Was bringt die Solaranlage auf dem Dach der Pauluskirche in Himmelsthür?
 
Im Juni 2010, vor gut 2 Jahren, beschloss der Kirchenvorstand die Verpachtung des Daches an die EVI, damit diese darauf eine Photovoltaikanlage installiert.
Im September 2010 ging die Anlage an den Start und produziert seitdem zuverlässig Strom. Der Kirchenvorstand beauftragte den Bauausschuss unter Leitung von Jürgen Budich, die Verhandlungen seitens der Paulusgemeinde zu begleiten. Seitdem sind viele Fragen gestellt worden. Die häufigsten haben wir für Sie anschaulich zusammengestellt.
Alle Angaben beziehen auf den Zeitraum seit Inbetriebnahme am 13.09.2010 bis zum 30.04.2012.
 
Was hat die Paulusgemeinde davon?
 
Dem Kirchenvorstand war es besonders wichtig einen Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks zu leisten. Und ein Signal zu setzten, dass moderne Technik und Kirche sich nicht ausschließen.
Da es die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde überstiegen hätte, die Anlage zu finanzieren, hat der Kirchenvorstand nach einem regionalen Partner gesucht. Die Entscheidung viel zugunsten der EVI. Zum einen wegen der Erfahrung in der Betreuung verschiedenster Solarprojekte, zum anderen konnten wir sehr gute Konditionen für die Dachmiete aushandeln.
Die Pauluskirche erhält von der EVI jedes Jahr 1.200 EUR. Zum Inflationsausgleich steigt der Betrag jedes Jahr um 2%.
Das Geld fließt in den Haushalt der Paulusgemeinde und wird für Bauinstandhaltung verwendet.
 
Warum gerade das Kirchendach?
 
Durch die Ausrichtung der Kirche nach Osten, ist die eine Hälfte des Daches immer nach Süden geneigt und garantiert dadurch einen optimalen Winkel für die Sonneneinstrahlung.
 
Nur das Dach des Gemeindehauses einzudecken, hätte nicht ausgereicht die Anlage wirtschaftlich zu betreiben.
 
Ist das Dach der Belastung gewachsen?
 
Auf jeden Fall. Die Statik wurde vorher fachmännisch durch einen Architekten untersucht. Da wir eine vergleichbare junge Kirche haben, ist die Dachkonstruktion aus Stahl und besonders stabil.
 
Wie viel Strom wurde produziert?
 
Insgesamt wurden 62.645 kWh produziert.
Damit könnte man das Wasser von 4474 haushaltüblichen Badewannen von 20°C auf 100°C
erhitzen.
Die produzierte Energiemenge entspricht in etwa der gleichen Energie die ein erwachsener Mann innerhalb von 69 Jahren umsetzt.
 
Wieviel CO² wurde eingespart?
 
43,85 Tonnen.
 
Das entspricht dem CO² Ausstoß von 11 VW Golf VI TDI (99g CO²/km) die, die Erde am Äquator einmal umrundet haben.
 
Wann produzierte die Anlage den meisten Strom?
 
Der Spitzenwert war am 01.05.2011 mit 321 kWh. Aber auch im Dezember am 28.12.2011 lieferte Sie noch 86,6 kWh. Das würde immerhin ausreichen um 36 Stunden nonstop staubsaugen zu können.
Grundsätzlich liefert die Anlage immer Strom sowie Tageslicht auf die Kollektoren trifft. Egal ob Wolken die Sonne verdecken oder nicht.
 
Was muss ich tun um den Paulusstrom zu bekommen?
 
Die EVI speist Ihn in das örtliche Stromnetz. Für ökologisch bewusste Menschen gibt es spezielle Tarife mit dem man seinen Strombedarf aus rein regenerativen Stromquellen decken kann. Falls Sie also Paulusstrom beziehen möchten wenden Sie sich bitte an die EVI.

 

Details zur Solaranlage
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Dominik Reinecke
Danziger Straße 7
31171 Nordestemmen
Tel.: 05069 4806306
Mobil: 0160 4861721